Geschichte der Arzneimittel
| 31. Januar 2009 | Veröffentlicht von Arzneimittel - News unter Allgemein |
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Wenn man den Archäologen glauben darf, dann wurden Arzneimittel schon in der frühen Entwicklungsgeschichte der Menschheit verwendet. Die ersten verlässlichen Berichte über die Anwendung von Kräutern für die Heilkunde, stammen von den Griechen. Die Arzneimittellehre des Römers Dioskurides aus dem 1. Jahrhundert unserer Zeit umfasst bereits 5 Bücher.
Die vielen Erfahrungen die weise Frauen bis zum Mittelalter gesammelt hatten, gingen leider im Zuge der Hexenverbrennungen unwiederbringlich verloren. Erst durch die Mönche in den vielen Klöstern konnte wieder ein gewisser Wissensschatz gesammelt werden. Durch zahlreiche Übersetzungen aus dem Arabischen und Griechischen kehrte altes Wissen wieder nach Europa zurück.
In der frühen Neuzeit wurde der Arzneimittelschatz durch die Entdeckung des Seeweges nach Indien und Amerika erheblich erweitert. Heilpflanzen wie die Brechwurzel, Chinarinde oder auch das Curare erreichten so Europa. Berühmte Mediziner wie der als Paracelsus bekannt gewordene Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, ebneten mit ihrer Forschung den Weg zur uns bekannten pharmazeutischen Chemie.
Ab dem 19. Jahrhundert begann der Siegeszug der organisch-synthetischen Arzneimittel die nun erstmals industriell hergestellt werden konnten. Dazu gehörten unter anderem die Acetylsalicylsäure die unter dem Namen Aspirin® um die Welt ging.
Im Kampf gegen die zahlreichen Infektionskrankheiten waren die neu entdeckten Arzneimittel überaus erfolgreich. So konnten dank des aus Schimmelpilzen entwickelten Penicillins eine Vielzahl an Infektionen geheilt bzw. verhindert werden.
Heute sind viele Krankheiten die unsere Vorfahren noch in Massen hinweg rafften fast zur Gänze ausgerottet, ein gutes Beispiel dafür sind die Pocken, die durch Massenimpfungen so gut wie verschwunden sind. Aber die Natur hat immer noch ein umfangreiches Potential an Viren und Keimen die nur darauf warten, dass sie aktiv werden können. Die Forschung wird also immer wachsam sein müssen um die Gesundheit der Welt zu sichern.